Donnerstag 06.10.2022 20:00

"ruminate"

Performance von Ben Rentz

"ruminate"

Vorverkauf: : 22,00 / 11,00 (erm.)
Abendkasse: 25,00 / 15,00 (erm.)
großer Saal - bestuhlt, freie Platzwahl

Weitere Termine:

Mo, 03.10.2022, 20:00

Di, 04.10.2022, 20:00

Mi, 05.10.2022, 20:00


»Ich bin es nicht gewohnt, nein, es ist mir nahezu unmöglich, mir eine Pause von der selbstinduzierten Gedankentirade zu nehmen, die in Kalaschnikow-manier Schüsse auf mich ab- und klaffende Krater in mir hinterlässt. Krater, die dann großzügig mit weiteren Ängsten gefüttert werden können. Eine verzwickte Maschinerie, die sich selbst am Laufen hält. Dabei halte ich mich gerne beschä"igt, meine Reflexe auf Trab, jegliche Sinne gemästet, alle Poren gestop". Hyperproduktives Gehirnjogging, eine neue Dimension des Zukun"sdenkens. Reizüberflutung ist sowohl Quelle als auch Garant meiner Euphorie, mein Anker, mein Antrieb mein Koks und mein Heroin.«
Sanaa Attar

Ein Kollektiv aus Jugendlichen und jungen Erwachsenen um den jungen Regisseur Ben Rentz erarbeitet gemeinsam eine Performance zum psychologischen Syndrom des Overthinking. Dies wird zum Leitmotiv der Produktion, die choreographisch und darstellerisch erzählt wird. Dabei wird die Lebensrealität junger Menschen in die Performance eingebettet und über Improvisationsaufgaben entwickelt. 
Overthinking ist eine psychische Grundhaltung, in der das eigene Denken sich in endlosen Schleifen dreht und den Betroffenen zuletzt unfähig acht, Entscheidungen zu treffen. Befeuert durch Einsamkeit und fehlendem realem Austausch mit anderen Menschen und deren Gefühlen kann Overthinking zu totalem Kontrollverlust führen.
Gerade junge Menschen sind dieser psychologischen Deformation durch Zukun"sängste und zuletzt den Zumutungen der Pandemie besonders ausgesetzt. Ohnmacht, das Gefühl des Ausgeliefertseins und die Absenz von Selbstwirksamkeit bewirkt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen, dass Gefühle und Gedanken in einen dramatischen Austausch eintreten. Es ist daher nicht ein Projekt darüber, wie man leben, sondern, wie man die Welt, in der wir leben, ertragen kann.

Die Performance wird dabei eine Balance zwischen zeitgenössischem Tanz und modernem Theater kreiieren. In der Arbeit mit dem Körper und der Chance in wirklichem physischem Kontakt soll darüber hinaus Verlässlichkeit und Selbstwirksamkeit im eigenen Körper gespürt und in der Begegnung mit anderen erfahren werden.
ruminate

Regie I Choreographie
Ben Rentz

Komposition
Ada Meret Helene Brack

Text
Sanaa Attar

Performance
Fatemah Azizi
Zahra Azizi
Erle Blume
Sarah Nelly Mettendorf
Ferdinand Waltz

Bühne
Maximilian Zschiesche

Kostüm
Johanna Merkelbach

Dramaturgie 
Yoreme Waltz

Video
Merlin Tzimou

Grafik
Jasmin Mahmoud

Regieassistenz
Merlin Tzimou

Ausstattungsassistenz
Rebecca Lob

Produktionsassistenz
Marie Charlotte Elsner

Assistenz der technischen Leitung
Jordi Kühn

Lichtdesign I Technische Leitung
Marvin Wöllner


Eine Produktion von productions performing arts mit freundlicher Unterstützung durch den Landesverband Freie Tanz- und Theaterschaffende Baden- Württemberg e.V. aus Mitteln des Ministeriums für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg. Gefördert vom Fonds Darstellende Künste aus Mitteln der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien im Rahmen von NEUSTART KULTUR, sowie dem Bundesprogramm „Demokratie leben! Aktiv gegen Rechtsextremismus, Gewalt und Menschenfeindlichkeit“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend über Stadtjugendausschuss e.V.; Koordinierungs- und Fachstelle für „Partnerschaften für Demokratie“ Karlsruhe.


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