Samstag 18.07.2020 20:30

FRANK LONDON's GHETTO SONGS

ABGESAGT - Nachholtermin wird gesucht

FRANK LONDON's GHETTO SONGS

Vorverkauf: : 20,80
Abendkasse: 22,00
Mitglieder: 16,50
Saal 2 - bestuhlt, freie Platzwahl


Seit der Antike lebten Juden in Europa häufig in abgesonderten Stadtvierteln, insbesondere in den Ländern um das Mittelmeer und seit der Spätantike auch im Gebiet des heutigen Deutschlands. Der aus dem Italienischenstammende Begriff entstand  vor rund 500 Jahren in Venedig, wo die jüdische Bevolkerung auf Beschluss der Republik auf einer Insel im Stadtteil Cannareggio zusammengefasst wurde. Hinter Mauern und Toren, die die Juden gleichermaßen einsperrten wie schützten, entstand eine einzigartige Musikkultur. Der in New York lebende Trompeter Frank London,  Mitbegründer der Klezmatics und Bandleader der Brotherhood of Brass, ist tief in diese alte Welt eingetaucht und nimmt sie als Ausgangspunkt für ein abwechslungsreiches Programm, das venezianische Gondellieder, Synagogalmusik, mittelalterliche italienische Poesie, biblische Texte, politische Songs und Ghetto-Musik aus aller Herren Länder miteinander verbindet. Musik aus den marokkanischen „Mellahs“, den jüdischen Gettos in Polen oder den Favelas der südamerikanischen Metropolen, "The World Is a Ghetto" von War, Donny Hathaways "The Ghetto" und Elvis Presleys unsterbliches "In The Ghetto" - Frank London hat sie neubearbeitet und arrangiert, um sie mit einer hochkarätigen, international zusammengestellten Besetzung in Form einer musikalischen Revue auf die Bühne zu bringen. Mit dabei sind die ukrainische Kantorin Svetlana Kundish, der libanesisch-amerikanische Tenor Karim Sulayman, der als als "ruheloser Erfindergeist" (Time Out Magazine New York) bezeichnete Gitarrist und Komponist Brandon Ross, die Cellistin und Sängerin Francesca Ter-Berg aus London, der  Akkordeonist und Multi-Instrumentalist Ilya Shneyveys aus Berlin, der durch seine Zusammenarbeit mit Musikergrößen wie John Zorn, David Byrne und Elvis Costello bekannte Bassist Greg Cohen sowie der italienische Schlagzeuger Zeno de Rossi. Nach der umjubelten Uraufführrung dieser Auftragskomposition in der Hamburger Elbphilharmonie sind die Ghetto Songs in Karlsruhe als einer ihrer wenigen Stationen exklusiv zu erleben.

 

 

 


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