Wir trotzten mit dem Sommerfestival "OH WIE SCHÖN WÄR'S ZELTIVAL" der Corona-Pandemie

Mehr als 8500 Besucherinnen und Besuchern hatte unser Festival, das am Donnerstag, 20. August mit einem Auftritt von Helge Schneider zu Ende ging. "Wir hatten lange gehofft, einen guten Teil unseres längst geplanten Sommerhighlights ZELTIVAL retten zu können", so TOLLHAUS-Geschäftsführer Bernd Belschner, "je näher der Sommer jedoch rückte, desto klarer wurde, dass wir in kurzer Zeit ein komplett neues Programm zusammenstellen und ein Konzept entwickeln mussten, das die geforderten Hygieneauflagen mit einer Wohlfühl-Atmosphäre verbindet." Dass dies unserem Team gelungen ist, bezeugen zahlreiche überschwängliche Rückmeldungen, die das TOLLHAUS von Besucherinnen und Besuchern sowie von den Künstlern und Gruppen erhielt, die nach Monaten der Bühnenabstinenz endlich wieder vor Publikum auftreten konnten. "Unser Konzept hat sehr gut funktioniert, nicht zuletzt, weil wir ideale Räumlichkeiten und den großen Garten haben", so Belschner, "es war aber auch mit sehr viel Aufwand verbunden. Wir hatten im Vergleich zum ZELTIVAL-Rekordjahr 2019 bei einem Drittel der Besucher gefühlt etwa drei Mal so viel Arbeit. (...) Wir wollten Flagge zeigen und das anspruchsvolle und vielseitige Kulturangebot, für das das Tollhaus steht, aufrecht erhalten“, sagt Belschner, der betont, dass dies nur deshalb einigermaßen wirtschaftlich gelingen konnte, weil wir einen Zuschuss des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Kultursommer 2020 erhalten haben.

Insgesamt hatten wir in diesem Sommer 44 Veranstaltungen angesetzt, die zunächst bei bis zu 99 Besucherinnen und Besuchern unter dem Motto LUCKY 100 standen. Ab Juli erlaubten die staatlichen Vorgaben 250, mit Beginn August 500 Besucher. Diese Zahl bleibt freilich aufgrund der geforderten Abstandsregeln im TOLLHAUS unerreichbar: "Wir haben für jede Veranstaltung individuell nach den gekauften Ticketgruppen neu bestuhlt und die Abstände zwischen den Sitzgruppen dekorativ mit Pflanzen und Kleinmöbeln gestaltet, über eine Kapazität von 300 Menschen kommen wir dabei im normalerweise bis zu 1500 Menschen fassenden großen Saal wegen der Abstandsgebote nicht hinaus," so Belschner. Auch registrierten wir trotz des spürbaren  Überschwangs der Besucherinnen und Besucher eine gewisse Zurückhaltung, sich mit anderen gemeinsam in feste Räume zu begeben. Daher bauten wir in den Sommermonaten den Saal so um, und das Zelt so auf, dass das Publikum sich zwar wettergeschützt, aber großteils im Freien sitzend fühlen konnte. Überaus erfolgreich war unser an den Festivalsonntagen musikalisch bespielte offene Biergarten, der selbst bei angekündigtem Regen noch gut besucht war. Überhaupt schätzte das Publikum vor allem Konzerte, wie an der großen Nachfrage abzulesen war. Auftritte des Briten Hugh Coltman, der famosen Münchner Jazzrausch Bigband, des Hamburger Songwriters Stoppok oder des Indie-Pop-Trios Fortuna Ehrenfeld aus Köln setzten markante Höhepunkte, ebenso zahlreiche ausverkaufte Konzerte regionaler Größen wie der klassischen Band Spark, des um den Trompeter Joo Kraus verstärkten Local-All-Star-Trios Hautsch-Baldu-Wollasch oder der Karlsruher Americana-Band No Sugar No Cream. Die verstärkte Zusammenarbeit mit regionalen Künstlerinnen und Künstlern sowie das auch künftige Bespielen des offenen Biergartens sieht Belschner als mögliche Potentiale über die Corona-Zeit hinaus. Dass das nächste ZELTIVAL dennoch wieder stärker international geprägt sein wird, als es im Corona-Sommer 2020 möglich war, hofft Belschner inständig. Deutlich mehr länderübergreifend angelegt ist bereits das ATOLL Festival für zeitgenössischen Zirkus, mit dem das TOLLHAUS allen Hindernissen zum Trotz seinen Festivalsommer im September krönend abschließen möchte. Der Vorverkauf beginnt am 1. September, Infos gibt es hier.

 


Unser Rückschauvideo "OH WIE SCHÖN WÄR'S ZELTIVAL"

OH WIE SCHÖN WÄR'S ZELTIVAL wurde vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst des Landes Baden-Württemberg im Rahmen des Programms "Kultur Sommer 2020" und der Stiftung Kunst und Kultur der Sparda-Bank Baden-Württemberg unterstützt.

 

 

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