Freitag 09.11.2018 20:00

80 JAHRE NACH DER REICHSPOGROMNACHT

"Moses Mendelssohn (1729-1786)“ Lesung von Jutta Berendes mit Stefan Viering, Mattes Herre, Dmitri Dichtiar und Irene Müller-Glasewald

Eintritt frei


In der von zahlreichen Karlsruher Einrichtungen und Organisationen unterstützten Gedenkveranstaltung zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht erinnert eine von Jutta Berendes zusammengestellte Lesung mit den Schauspielern Stefan Viering und Mattes Herre an Moses Mendelssohn, den Brückenbauer zwischen der jüdischen Gemeinde und dem deutschen Bürgertum. Als Mendelssohn 1743 nach Berlin kam, war die jüdische Gemeinde vollkommen isoliert. Das Judenreglement von Friedrich II verwehrte den Juden die Teilnahme an einem normalen bürgerlichen Leben, aber auch die Gemeinde selbst schottete sich ab - deutsch zu sprechen oder zu lernen galt als Ketzerei. Moses Mendelssohn erkannte jedoch, dass nur Sprache und Bildung eine Brücke zu den nichtjüdischen Mitmenschen bauen können. Er schrieb und wurde wahrgenommen, er studierte die Philosophen und verkehrte mit den Großen seiner Zeit. Gotthold Ephraim Lessing wurde zu seinem wichtigsten Begleiter. Doch einstimmig zum Mitglied der Berliner Akademie gewählt, strich ihn Friedrich II  mit einem Federstrich wieder von der Liste. Die Lesung wird vom Barockcellisten Dmitri Dichtiar und Irene Müller-Glasewald am Cembalo mit Musik aus der Lebenszeit von Moses Mendelssohn begleitet.


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