Donnerstag 21.06.2018 20:00

DAMENWAHL VII

mit Jilet Ayse, Katinka Buddenkotte, Barbara R. Grabowski alias Frau G sowie Frau Antje als Gastgeberin

DAMENWAHL VII

Vorverkauf: : 16,40
Abendkasse: 17,00
Mitglieder: 12,50
Saal 1, bestuhlt - freie Platzwahl


Frau Antje lädt ein und die Damen kommen. Diesmal Jilet Ayse, Katinka Buddenkotte und Barbara R. Grabowski alias Frau G. Dazu hat Frau Antje bestimmt auch wieder ihre Ukulele dabei.

Katinka Buddenkotte hatte sie alle: Die schlimmsten Jobs, die miserabelsten Lebensabschnittsgefährten, die abgefahrensten Ideen und Krankheiten. Die Erzählungen der Kabarettistin, Schriftstellerin und Vorleserin lassen keine Chance: Charmant und bissig, urkomisch und lakonisch sagt sie nichts als die Wahrheit. Bis einer heult. Oder sich totlacht. "Ich hatte sie alle" ist auch der Titel ihres Solo-Programms, in dem die gebürtige Münsteranerin, die von den Medien als "das Fräuleinwunder der deutschen Underground-Literatur" bezeichnet wird, eine Mischung aus Lesung und Stand-up-Comedy präsentiert. Im Herbst erscheint ihr neuestes Buch „Liebling der Schwerkraft“.

Die 1975 in Celle geborene Idil Nuna Baydar ist eine deutsche Schauspielerin und Comedian, die in ihren klischeehaft angelegten Kunstfiguren wie der 18-jährigen Kreuzberger Türkin Jilet Ayse über YouTube bekannt wurde. Baydars Eltern sind türkische Einwanderer, die sich kurz nach ihrer Geburt trennten. Sie wuchs bei ihrer alleinerziehenden Mutter in Celle auf und besuchte eine Waldorfschule. Nach dem Abitur lebte sie als Schauspielerin und Comedian in Berlin und arbeitete hier auch für Jugendeinrichtungen. Heute lebt sie aufgrund der zentraleren Lage in Frankfurt am Main. Baydars YouTube-Kanal, auf dem sie seit 2011 selbstgeschriebene und selbstgespielte Stücke zum Thema Integration präsentiert, erreichte bis zu 80.000 Klicks pro Video. "Ghettolektuell" heißt ihr aktuelles Soloprogramm.

Frau G. singt, dichtet, musiziert und schockiert, wenn es sich anbietet. Sie klärt gerne auf und beäugt dabei genauestens die Randgebiete sexueller Interessen, sie forscht nach eigenwilligem Haushaltsgerät und dessen weniger populären Einsatzmöglichkeiten, sie opfert sich im Selbstversuch an der Front der Partnersuche. Alle Lieder fließen aus eigener Feder, wobei die Inspiration mal in einer Singlebörse, mal vor einer Fischtheke mit ihren schleimigen Tentakeln nach ihr greift, und so lange festhält, bis die Musen ihren Kuss beendet haben. Danach fühlt sie sich schmutzig, aber auch durchpulst von Tatendrang. Allerdings kann Frau G. auch seriös, studierte sie doch klassischen Gesang und war früher beispielsweise als Knast-Organistin tätig, da Tasteninstrumente ihr nun mal liegen. Da sie immer an Humor litt, war jedoch absehbar, dass sie nicht beim „Ave Maria“ verharren würde.


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