Sonntag 04.03.2018 19:30

HUUN HUUR TU

HUUN HUUR TU

Vorverkauf: : 19,70
Abendkasse: 20,00
Mitglieder: 15,50
Saal 2, bestuhlt - freie Platzwahl


Sasha Bapa, sein Bruder Sayan gründeten 1992 mit Kaigal-ool Khovalyg and Albert Kuvezin Huun Huur Tu, um die alten und vergessenen Liedern ihrer Heimat Tuva zu erforschen udn weiterzugeben. Zutiefst geheimnisvoll ist der faszinierende Obertongesang, der bis zu drei Melodien gleichzeitig erklingen lassen kann. Unüberhörbar ist ein ritueller Charakter dieser Musik, aber alle meditativen Tendenzen vertreiben Huun-Huur-Tu durch ihre stark rhythmische Ausrichtung. Während die Mitglieder von Huun-Huur-Tu sich dem Lernen alter Lieder und Melodien verschrieben haben, zeigen ihre Konzerte die Bedeutung von Tradition und Innovation. So ist es das Anliegen von Huun-Huur-Tu etwas Neues für Tuva: Traditionell wurde tuvenische Musik meist von Solisten vorgetragen und Musiker spezialisierten sich auf ein bestimmtes Genre oder einen Stil. Diese Genres und Stile wiederum haben ihren Ursprung in bestimmten sozialen Anlässen. Huun-Huur-Tu’s eklektische Aufführungen alter Lieder und Melodien dagegen bewegen sich zwischen allen Stühlen tuvenischen Musiklebens, denn wenn eine musikalische Tradition aufhört sich weiterzuentwickeln, ist sie zum Sterben verurteilt, so die Überzeugung der Musiker. 1993 spielten Huun-Huur-Tu erstmals in Amerika und erzielte binnen kurzer Zeit überwältigende Erfolge. Ihr „Khoomei“ oder „Throat singing“ – wie die Amerikaner sagen, der Obertongesang ist eine der faszinierendsten Vokaltechniken der Welt. Seither erreichte das Ensemble schier in der ganzen Welt „Kultstatus“ und erfreut sich großer Popularität. Die Kultur der Tuvenen ist der mongolischen verwandt und spiegelt den Respekt vor der Natur wieder. Huun-Huur-Tu spielte u. a. zusammen mit dem Kronos Quartet, Frank Zappa – dem sie das Lied „Ching Söörtükchülerining Yryzy“ (Song of the Caravan Drivers) gewidmet haben – , den Chieftains und L. Shankar.


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