Donnerstag 18.01.2018 20:00

PUSSY RIOT THEATRE

Riot Days - Story of protest and resistance Performance

PUSSY RIOT THEATRE

Vorverkauf: : 23,00
Abendkasse: 25,00
Mitglieder: 18,50
Saal 2, teilbestuhlt


Auf das Punk-Gebet gegen Putin folgt die Punk-Novelle. In den Buch „Tage des Aufstands“ beschreibt Mascha Alechina ihre persönliche Geschichte als Mitglied von Pussy Riot, ihren Auftritt in der Moskauer Christ-Erlöser-Kathedrale, die Hetzjagd danach, die Inhaftierung, den Prozess und die Lagerhaft. Besondere Aufmerksamkeit kommt dabei Alechinas Kampf gegen die Erniedrigungsstrukturen der Strafkolonien zu. Seit ihrer Freilassung im Dezember 2013 ist Mascha Alechina weiterhin als politische Aktivistin tätig, so als Mitbegründerin des russischen Online-Portals für Menschenrechte „Mediazona“, oder mit ihrem neuesten Projekt: Zusammen mit dem Musikproduzenten Alexander Cheparukhin entwickelte sie die Bühnenshow „Riot Days“, die nach erfolgreichen Touren in den USA, Australien und zuletzt einer ausverkauften 13-Tage-Tour durch Großbritannien nun auch in Deutschland auf Tour ist.

Pussy Riot ist ein russisches Protestkunst-Kollektiv mit Sitz in Moskau. Gegründet im März 2011, hatte es eine variable Mitgliedschaft von etwa 11 Frauen. Die Gruppe inszenierte nicht autorisierte provokative Guerilla-Punk-Rock-Aufführungen an ungewöhnlichen öffentlichen Plätzen, die im Internet veröffentlicht wurden. Die lyrischen Themen des Kollektivs umfassten den Feminismus, die LGBT-Rechte und die Opposition gegen den russischen Präsidenten Wladimir Putin, den die Gruppe als Diktator betrachtete. Diese Themen umfassten auch Putins Verbindungen zur Führung der russisch-orthodoxen Kirche. Sie gewannen globale Berühmtheit, als fünf Mitglieder der Gruppe eine Aufführung in Moskaus Kathedrale von Christus dem Erlöser im Jahr 2012 inszenierten. Die Gruppenaktionen wurden von dem orthodoxen Klerus als Sakrileg angesehen und schließlich von kirchlichen Sicherheitsbeamten gestoppt. Die Frauen sagten, dass ihr Protest gegen die Unterstützung der orthodoxen Kirchenführer für Putin während seines Wahlkampfes gerichtet war. Im März 2012 wurden drei der Gruppenmitglieder Nadezhda Tolokonnikova, Maria Alyokhina und Jekaterina Samutsevich verhaftet und am 17. August wegen "Hooliganismus motiviert durch religiösen Hass" zu je zwei Jahren Gefängnis verurteilt.

Prozess und Urteil zogen vor allem im Westen große Aufmerksamkeit und Kritik auf sich. Der Fall wurde von Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International aufgegriffen. Nach 21 Monaten wurden Tolokonnikova und Alyokhina am 23. Dezember 2013 freigelassen, nachdem die Staatsduma (russisches Parlament) eine Amnestie genehmigt hatte. Nach ihrer Freilassung traten Tolokonnikova und Alyokhina und einige andere Mitglieder während der Olympischen Winterspiele in Sotschi als Pussy Riot auf, wo sie mit Peitschen und Pfefferspray von Kosaken angegriffen wurden, die als Wachleute eingesetzt waren.

Im Dezember 2016 starteten Maria Alyokhina und der Musikproduzent Alexander Cheparukhin ein neues Projekt - Pussy Riot Theatre mit Riot Days - eine Performance, die auf Alyokhinas Buch „Riot Days - Tage des Aufstands“ basiert. Deutschlandpremiere war im September 2017 in Frankfurt vor ausverkauftem Haus.

Maria Alekhina - Buch und Spiel
Kiryl Masheka - Spiel und Gesang
Nastya Awott - Spiel, Gesang und saxofon
Maxim Awott - Musiker, Performer


Änderungen vorbehalten