Montag 03.07.2017 19:30

SAID AZAMI und RAQUEL REMPP

"Mut zu neuen Wegen“ Buchvorstellung

SAID AZAMI und RAQUEL REMPP

Eintritt frei


Ein afghanischer Asylbewerber, der seit fast drei Jahren in Deutschland lebt, hat gemeinsam mit einer Schwetzinger Stadträtin Raquel Rempp seine Lebensgeschichte zu Papier gebracht. Es ist die Geschichte eines Mannes, der aus seinem Land fliehen und seine Heimat verlassen musste. Das Buch umfasst viele geschichtliche, politische und menschliche Erzählungen und gewährt dem Leser zugleich Einblicke in eine für Mitteleuropäer völlig fremde Kultur und Welt. Schonungslos berichtet Said Azami von den Ängsten und Erfahrungen der Menschen in Afghanistan und spart nicht an Kritik am System. Aber "Mut zu neuen Wegen“ handelt auch von Träumen und Wünschen, die teils in klaren Worten, teils auf poetische Weise zum Ausdruck kommen. Der Autor erzählt über seine zum Teil brutale Kindheit als Sohn eines Mullahs in einem kleinen Dorf, über sein Leben als Jugendlicher in Afghanistan, über die lebensgefährliche Flucht über hohe Gebirge, dunkle Wälder, tiefe Täler und wilde Ozeane. Azami erzählt vom Spiel mit Kalaschnikows und Raketen und den Angriffen sowjetischer Hubschrauber, von Religion und deren Missbrauch. Nach dem Tod seiner Eltern schlug er sich mit 14 Jahren nach Kabul durch, dort erlebte er den Bürgerkrieg und den Einmarsch der Taliban. Als Flüchtling wurde er mehrere Jahre im Iran ausgebeutet, ertrank beinahe auf der Überfahrt mit einem Schlauchboot von Izmir nach Lesbos. Im Juli 2013 schaffte er es schließlich nach Deutschland und traf in Schwetzingen auf die in der Asylbetreuung engagierte Stadträtin Raquell Rempp. Said Azami und Raquel Rempp lesen gemeinsam aus dem Buch "Mut zu neuen Wegen“.


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