Dienstag 01.08.2017 20:30

ABDULLAH IBRAHIM & EKAYA

The Jazz Epistles: The Story in Concert - NEU IM PROGRAMM

ABDULLAH IBRAHIM & EKAYA

Vorverkauf: : 38,40
Abendkasse: 39,00
Mitglieder: 32,50
bestuhlt - freie Platzwahl


Er sei der "Mozart Südafrikas" pries Nelson Mandela einst den Pianisten und Bandleader Abdullah Ibrahim. Seine Komposition „Mannenberg“ war die inoffizielle Hymne der Antiapartheid-Bewegung in seinem Heimatland. In diesem Stück, das er 1974 schrieb zeigt sich seine kompositorische Klasse, die ihn die Tanz- und religiöse Musik seiner Heimat mit dem Jazz eines Duke Ellington oder Thelonious Monk vereinen lässt. Anfang der 60er Jahre hatte der 1934 als Adolph Johannes Brand in Kapstadt geborene Musiker Südafrika verlassen und zunächst in der Schweiz sein Exil gefunden, wo er von Duke Ellington entdeckt wurde, der ihm zum internationalen Durchbruch verhalf. Doch schon zuvor waren die Wurzeln für einen der bis heute bedeutendsten Jazzpianisten üppig gewachsen. Keimzelle seiner Weltkarriere waren die Mitte der 50er Jahre gegründeten Jazz Epistles, einer Formation der besten südafrikanischen Jazzmusiker mit dem Posaunisten Jonas Ganwa und dem Trompeter Hugh Masekela, der sich bald ein junger Pianist, der damals noch als Dollar Brand firmierende Abdullah Ibrahim, anschloss. In Zeiten der Apartheit erlebte die schwarze Band eine kurze, rauschende Zeit der Blüte, ehe es ihre Mitglieder nach und nach ins Exil über die Welt verstreute. Bis heute ist ihre rare Schallplatte ein hochgehandelter Schatz. Nach einer heißumjubelten Reunion der Jazz Epistles nach über 60 Jahren getrennter Wege in Südafrika, sollte es in diesem Jahr zu einer großen Welttournee kommen. Eine wieder aufgebrochene Armverletzung von Hugh Masekela ließ dies scheitern, so dass Abdullah Ibrahim, der im Laufe seiner Karriere unter anderem mit Musikern wie John Coltrane, Ornette Colemann, Buddy Tate und Max Roach zusammenspielte, nun mit seiner Band an die kreative Wiege des südafrikanischen Jazz erinnert. Ibrahim wurde vor wenigen Wochen mit der mit 15.000 Euro dotierten „German Jazz Trophy“ für sein Lebenswerk ausgezeichnet.

Abdullah Ibrahim – piano; Noah Jackson - bass, cello; Will Terrill – drums; Cleave Guyton Jr.– alto saxophone, flute, clarinet, piccolo; Lance Bryant – tenor saxophone; Andrae Murchison -trombone, trumpet; Marshall McDonald – baritone saxophone.


Änderungen vorbehalten