Donnerstag 25.05.2017 20:00

JEWISH MONKEYS

"High Words"

JEWISH MONKEYS

Vorverkauf: : 16,40
Abendkasse: 17,00
Mitglieder: 12,50
Saal 1, bestuhlt - freie Platzwahl


"Vibrant music from cosmopolitan Tel Aviv", "A wacky burlesque punky rock band" und "Yiddish music meets the Marx Brothers" mit diesen drei Attributen lassen sich das schier unglaubliche Wirken der haarsträubend anderen Band umschreiben, die sich über alles und jeden, und nicht zuletzt sich selbst lustig, sprich zum Affen macht. „Satirische, politisch unkorrekte englische Songtexte, die mit krassem jüdischen Humor aufwarten, aber auch ein paar alte jiddische Volkslieder, alles in allem jüdischer Punkrock, initiiert von zwei deutschen Juden aus osteuropäischen Einwandererfamilien, die dem Holocaust entkommen sind“, umschreibt Jossi Reich das Œuvre der Band. Reich stammt aus Frankfurt, wo er mit dem Bandmitgründer Roni Boiko Anfang der Siebziger im Knabenchor der Westend-Synagoge sang. Doch ließen die Chorknaben Reich und Boiko satte drei Jahrzehnte verstreichen, bis sie – nunmehr in Tel Aviv lebend – musikalisch wieder zusammenfanden. Zu Boiko, im Hauptberuf Veterinär, und Reich, Aktivist und Unternehmer mit notorisch unruhigem Geist und sozialem Gewissen, gesellte sich Gael Zaidner, ein aus Belgien nach Israel eingewanderter Psychologe, dessen Eltern Holocaust-Waisen waren. Boiko ist mittlerweile nicht mehr mit von der Partie, weil Praxis, drei Söhne und Tourleben nicht unter einen Hut zu bringen waren, trotzdem sind die Monkeys auch weiterhin in achtköpfiger Besetzung unterwegs, die Häuser zu rocken und ihr Publikum zu irritieren. Auch auf dem brandneuen Album „High Words“ schöpft die Band aus dem ganzen Reichtum jüdischer Tradition, etwa mit ihrer Interpretation des schon 1917 komponierten, später von Charlie Chaplin in „Modern Times“ verwandten Songs „Titina“. Das Lied „Romania“ huldigt der Verklärung osteuropäischer Folklore und macht sich gleichzeitig darüber lustig, während Titel wie „Post Midlife Dance“ oder „Alte Kacker“ ein beschwingtes Fest der Selbstironie feiern.


Änderungen vorbehalten