Samstag 20.05.2017 18:00

SCHWEIN GEHABT! Lange Kulturnacht im Alten Schlachthof

mit Marko Haavisto & Poutahaukat, Les Yeux d'la Tête, Mardi Gras.BB und vielen anderen

Kreativpark Alter Schlachthof

SCHWEIN GEHABT! Lange Kulturnacht im Alten Schlachthof

Button 8,-, VVK ab Ende April; berechtigt nicht zum Einlass in vollbesetzte Veranstaltungsräume


Veranstalter: ausgeschlachtet e.V. in Kooperation mit der Stadt Karlsruhe, Kulturamt - Kulturbüro und der Karlsruher Fächer GmbH, unterstützt von der L-Bank

Auch wenn gerade der Baubetrieb auf dem Alten Schlachthof wieder aufgenommen wurde, ist das Areal am östlichen Eingang der Fächerstadt mittlerweile längst als Kultur- und Kreativgelände von den Karlsruhern angenommen. Schließlich gibt es hier zahlreiche Orte, die regelmäßig ein öffentliches Publikum finden, und das in einem Umfeld, das von dem besonderen Flair des erfinderischen Kreativgeists geprägt ist, der hier hinter allen Mauern weht und auch die Besucher magisch anzieht, inspiriert und beflügelt. Zum vierten Mal lädt am Samstag, 20. Mai, der Alte Schlachthof ab 18 Uhr zum großen Kulturfestival Schwein gehabt! Musik, Party, Film, Bildende Kunst und Theater verbinden sich mit schier allen Sparten, die das weite Feld der Kreativwirtschaft aufzubieten hat. Von Modenschauen über den Blick hinter die Kulissen von Filmemachern bis zur Werkstatt der Kinderbuchillustratoren, von Kunstausstellungen und Performances über Konzerte, DJ-Stationen, auf dem Gelände mobile Musikensembles und künstlerische Mitmachangeboten bishin zu Poetry Slam und der offenen Fahrradwerkstatt reicht das Spektrum des Gebotenen, und natürlich wartet auf die mehreren Tausend erwarteter Besucher auch eine Menge vielseitiger gastronomischer Angebote.

Im TOLLHAUS:

KLEINER SAAL

Pedro Weiss – Family of Groove
20:30 Uhr und 22.30 Uhr
Mit der „Family of Groove“ erleben wir wieder einmal die Magie der Rhythmen auf besondere Weise. Pedro Weiss, Schlagzeuger, Percussionist, Buchautor und Dozent in Sachen Rhythmus begeistert seit über vier Jahrzehnten sein Publikum mit Trommelkunst. Er studierte bei namhaften internationalen Dozenten traditionelle Rhythmen und spielte schon mit vielen Musikergrößen zusammen. Er entwickelte eigene Rhythmus-Konzepte und betritt mit seiner Konzertreihe „Family of Groove“ neue Pfade in der Percussion-Welt. Neben den bisher bekannten Mitgliedern hat er Lazlo Wolpert für die Familie gewonnen, der mit Saxophon und diversen Flöten sowie mit eigenen Kompositionen ihr musikalisches Spektrum bereichert. Neu dabei ist auch die Pianistin Hsu-Chen Su. Peter Heidler (Perkussion), Steffen Lischke, Christian Fritz, Frank Tabery (Perkussion), Shinichi Minami (Marimba, Perkussion), Elvira Novello (Gesang) und Martin Kaffenberger (Bass) vervollständigen die Familie.


Amnesty International feat. Slam-Poeten
Poetry Slam Lesung mit Artem Zolotarov, Moritz Konrad und Stefan Unser
19:30 Uhr und 21:30 Uhr
Worte können verletzen und ausgrenzen. Worte können aber auch viel Kraft entfalten und Grenzen überwinden. Freiheit? Würde? Recht? …Die Menschenrechtsorganisation Amnesty International lädt drei berühmte Poetry Slammer ein, sich mit den Menschenrechten auseinanderzusetzen. Wir lassen die Buchstaben tanzen und die Begriffe fliegen - kommen Sie lauschen!
Mit:
- Artem Zolotarov (Mainz) - Poetry Slam Landesmeister Rheinland-Pfalz 2015 
- Moritz Konrad (Karlsruhe) 
- Stefan Unser (Malsch) - Poetry Slam Landesmeister Baden-Württemberg 2016
- Catherine Devaux (Karlsruhe), Amnesty International Karlsruhe


GROSSER SAAL

Marko Haavisto & Poutahaukat
20 Uhr
Ursprünglich 1997 als klassische Rock’n’Roll Band gegründet, änderte die Band um den finnischen Bassisten und Sänger Marko Havista bald ihre ursprüngliche Ausrichtung. Da sie immer seltener Auftritte in den klassischen Rockclubs bekam, entschlossen sich die Musiker, fortan als Unterhaltungskapelle durch die Lande zu ziehen. Marko und seine Band nutzten die langen (Winter-) Abende, an denen oft 5 Sets zu je 45 Minuten gespielt werden, als bezahlte Proben vor Publikum. Sie spielten auf Hochzeiten und Geburtstagsfeiern und erarbeiteten sich nach und nach ein immer größeres Repertoire. Als 1999 ihr zweites Album „Täydellinen maailma“ veröffentlicht wurde, fand Finnlands Regie-Aushängeschild Aki Kaurismäki Gefallen an ihrer Musik. Nach ihrem Auftritt im Kurzfilm „Dogs Have No Hell“ erlangten Markko Haavisto & Poutahaukat vor allem Ruhm als Heilsarmeekapelle in Aki Kaurismäkis Film „Der Mann ohne Vergangenheit“. 2015 brachte die Band ihre jüngste CD heraus, Aki Kaurismäki hatte auf der Berlinale den Silbernen Bären erhalten und die Band war wieder mit dabei. Höchste Zeit also, die Band endlich in unseren Gefilden wahrzunehmen.

Les Yeux d'la Tête
22.30 Uhr
Seit zehn Jahren entführen die sechs Musiker aus der Seine-Metropole, schier platzend vor Energie und Spielfreunde, ihr Publikum in die Spelunken von Paris, in die ganz eigene Untergrund-Welt der Metrostationen, aber auch an die Ufer der Seine oder auf eine Hochzeit in Osteuropa. Ob Sinti-Swing, französischer Chanson, poetischer Punk oder Jazz, Les Yeux d'la Tête bedienen sich unverkrampft verschiedenster musikalischer Einflüsse. Sie erzählen eindrucksvoll und sensibel von den Themen des Alltags – von Liebe, Freude und Spaß am Feiern und über die ganzen Verrückten da draußen, die einem tagtäglich begegnen. Mal himmelhoch-jauchzend auf dem Tresen einer Bar tanzend, mal betrübt am Seine-Ufer sitzend, erzeugen sie eine mitreißende farbenfrohe Atmosphäre, die unvergessliche Konzerte erleben lässt.

Mardi Gras.BB präsentiert Reverends Revenge
über den Abend an verschiedenen Stellen auf dem Schlachthofgelände und im Tollhaus
Reverend Krug, der Initiator und Motor der legendären Mannheimer Mardi Gras.BB, ist zurück und bittet zum Tanz. Er lädt mit seiner sechsköpfigen Kapelle zu einem multikulturellen Musikspektakel. Was einst, vor vielen Jahren, mit der klassischen Besetzung einer New Orleans Marching Band begann wird erneut unbarmherzig auf popmusikalische Tauglichkeit geprüft. Soul, Funk, Acid Jazz, Drum and Bass, House und Latino Grooves sind wichtige Stationen eines respektlosen Ritts durch die Popkultur. Von der Straße auf die Bühne und zurück auf die Straßen des Alten Schlachthofs … Laissez les bons temps rouler …

 


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